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Der Tod wird heutzutage verdrängt, so heißt es häufig im öffentlichen Diskurs. Gleichzeitig ist das Thema jedoch besonders in den Medien äußerst präsent. In den letzten zwei Jahrzehnten waren in Deutschlands Museen eine Reihe von Ausstellungen zu sehen, die Tod und Sterben expizit thematisierten. Wie aber stellt man den Tod aus, und vor allem warum? Welchen Zugang zum Thema wählt man und was genau soll dem Besucher vermittelt werden? Die Autorin Silvia Hähnel gibt einführend einen Überblick über den Wandel des Umgangs mit dem Tod vom Mittelalter bis heute sowie eine Beschreibung des Museums als Institution und seinen Eigenschaften. Anschließend erfolgt die Untersuchung dreier Ausstellungen, die sich dem Thema Tod auf sehr unterschiedliche Weise nähern. Verglichen werden Inhalte, Vermittlungsmethoden, Publikumswirksamkeit und Hintergründe. Auf dieser Grundlage geht die Autorin der Frage nach, ob der Tod ausstellbar und das Museum als Vermittlungsmedium für den Themenkomplex Tod und Sterben geeignet ist. Das Buch richtet sich grundsätzlich an alle kulturell interessierten Leser, die sich mit dem Tod als Thema und seiner Vermittlung im musealen Kontext auseinandersetzen möchten.
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