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Dieses Werk bietet eine strukturierte Analyse der juristischen Argumentation und bricht damit mit den klassischen Vorstellungen, die diese auf eine bloße mechanische Anwendung der Rechtsnorm reduzieren. Es vertritt die Auffassung, dass das Recht nicht als geschlossenes deduktives System funktioniert, sondern als ein intellektueller Konstruktionsprozess, der normativen Zwängen unterliegt.Die Studie zeigt zunächst, dass rechtliche Sachverhalte niemals als solche gegeben sind: Sie werden durch Qualifizierungsvorgänge ausgewählt, geordnet und umgestaltet. Anschließend hebt sie die zentrale Rolle der Normauslegung hervor, die über die wörtliche Auslegung hinausgeht und teleologische sowie systemische Argumentationen einbezieht, wodurch der Weg für mehrere mögliche Lösungen geebnet wird.Das Werk analysiert zudem die Rolle der Rechtsprechung als Argumentationsinstrument, das zugleich Autoritätsquelle und Rechtfertigungsgrundlage ist. Es betont den konstruierten und hierarchischen Charakter der juristischen Beweisführung, in der Argumente strukturiert, ausgerichtet und mit Einwänden konfrontiert werden. Schließlich schlägt es ein integriertes Modell der juristischen Argumentation vor, das sich um vier Momente gliedert: Norm, Qualifizierung, Argument
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