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Niemand kann sich einen Baum vorstellen, den sich niemand vorstellt. Wahrnehmbare Dinge existieren dann und nur dann, wenn sie wahrgenommen werden. Sie sind nichts anderes als Bündel wahrnehmbarer Eigenschaften. Wahrnehmbare Eigenschaften sind Vorstellungen. Wie kann jemand, der diese Thesen vertritt, gleichzeitig behaupten, nicht an die Wirklichkeit der Dinge zu rühren und die vom Wahrnehmenden jeweils unabhängige Existenz und Beschaffenheit des Wahrgenommenen nicht zu leugnen? Wie lassen sich diese und andere Thesen, die Berkeley vertritt, miteinander vereinbaren, und wie glaubt Berkeley, sie begründen zu können? Dieses Buch zeigt sich erstens, daß Berkeleys Philosophie entgegen dem ersten Anschein zwar durchaus Mittel bereitstellt, Schein und Sein und bloß Vorgestelltes von Wirklichem zu unterscheiden, dafür aber an anderer und unerwarteter Stelle scheitert: am Leib/Seele-Problem. Zweitens wird klar, wie Berkeley seinen Immaterialismus (es gibt keine Materie) und seinen Idealismus (wahrnehmbare Dinge existieren genau dann, wenn sie wahrgenommen werden) begründet.
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