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DER SIEBTE RAUM ist ein psychologischer Science-Fiction-Thriller über die Grenzen menschlicher Wahrnehmung und die Frage, ob Realität ein stabiles Fundament oder ein rekursives System ist, das sich selbst korrigiert.Im Zentrum steht Jonas Winter, der in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung, der St.-Dismas-Klinik, behandelt wird. Schon früh zeigen sich Widersprüche in seiner Umgebung: Akten widersprechen sich, Räume verhalten sich inkonsistent, und ein nicht dokumentierter "Siebter Raum" scheint innerhalb der Klinik eine zentrale Rolle zu spielen.Während Jonas versucht, seine Wahrnehmung zu stabilisieren, wird deutlich, dass die Klinik kein gewöhnlicher Behandlungsort ist, sondern Teil eines umfassenden Systems zur Regulierung von Realität. Dieses System greift aktiv in Erinnerungen, Identitäten und Zeitwahrnehmung ein, um Abweichungen zu korrigieren und eine stabile Version der Wirklichkeit aufrechtzuerhalten.Im Verlauf der Handlung tritt Mira Falk als unerklärbare, nicht vollständig integrierbare Instanz auf, die außerhalb der Systemlogik existiert und eine alternative Perspektive auf die Realität eröffnet. Gleichzeitig verkörpert Dr. Levin Hartmann die kontrollierende Struktur des Systems, das versucht, Jonas in eine stabile, aber möglicherweise falsche Realität zurückzuführen.Je tiefer Jonas in die Strukturen des Systems eindringt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Behandlung, Simulation und Ursprung. Der "Siebte Raum" entpuppt sich dabei nicht als physischer Ort, sondern als Prinzip: eine rekursive Instanz, die Realität selbst hinterfragt und neu definiert.Der Roman verbindet Elemente von psychologischem Horror, spekulativer Science-Fiction und philosophischer Meta-Erzählung und stellt die Frage, ob Identität und Realität überhaupt unabhängig voneinander existieren können - oder ob beide lediglich unterschiedliche Stabilitätszustände desselben Systems sind.