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Mark Lammert, bekannt als Maler, Zeichner, Grafiker, dann auch als Schopfer unverwechselbarer Buhnenraume, legt hier erstmals seine gesammelten Essays zum Theater vor. Geschult an Cezanne und Kandinsky in der Malerei, an Eisenstein und Godard im Film, an Brecht und Muller im Drama, sind seine Texte eine (Selbst-)Reflexion seiner Arbeit fur ein Kunstler-Theater im 21. Jahrhundert, wie sie auch lesbar sind als intime Annaherungen an Personlichkeiten, mit denen er diese Arbeit vorangetrieben hat: Heiner Muller, Dimiter Gotscheff, Jean Jourdheuil und Valery Tscheplanowa. Lammert entwirft in seinen Essays komplexe Denk- und Assoziationsraume, in denen er - ahnlich wie in seinen vielfach ausgezeichneten Buhnenraumen - in der literarischen Form des zitatreichen Fragments grundsatzliche Fragen kunstlerischer Entwicklung aufwirft. In Zeiten, in denen das Grau Brechts ebenso ausgespielt hat wie das Grellbunte Hollywoods, pladiert Lammert fur eine Haltung, die Raum schafft fur Sprache, Farben, Tone, fur ein Denken, welches die Verhaltnisse zum Tanzen bringt.
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