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Ausgehend vom Nahost-Konflikt untersucht Rainer Schreiber die Sackgasse religioser und nationaler Identitaten. Der Zionismus und die Idee eines "e;judischen Volkes"e; dienen ihm als Beispiel, um das Problem zu verdeutlichen. Denn so nachvollziehbar im historischen Kontext des Antisemitismus die Uberlegungen waren, einen Staat der Juden zu grunden und mit einer kollektiven Identitat auszustatten, so verstandlich die Entstehung des Zionismus in der historischen Perspektive ist - wie jede nationale Ideologie schliet er die nicht zu seinem behaupteten Kollektiv Gehorigen prinzipiell aus, was einer friedlichen Losung des Nahost-Konflikts letztlich entgegensteht. Schreiber hingegen pldiert - insbesondere, aber nicht nur in Hinblick auf die Situation in Israel und Palstina - fr die berwindung des Denkens in nationalen und religisen Rastern: "e;Gerade die jdische Denktradition mit ihrem staatskritischen Internationalismus und Humanismus wre dazu allemal in der Lage, wovon zahlreiche Intellektuelle jdischer Herkunft auch heute beredt Zeugnis ablegen."e;
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