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Mihaly ist Feuilletonist,Theaterkritiker, Dichter, neurasthenisch - ein Flaneur wie Baudelaire ihn getraumt haben mag. Ein Mann von 47 Jahren, betrachtet er die Welt und sich selbst kontemplativ und abgeklart, eingehullt in den dekadenten Hauch des untergehenden Kaiserreichs, die verlorene Monarchie. Er versteht viel von Verfuhrung, doch sein Verhaltnis zu Frauen ist wie das zwischen einem Chinesen und seinem Facher. Wahrend Mihaly die gutsituierte, verheiratete 5Fleur, wie er sie nennt - eine namenlose grande dame, anziehend und bedeutungslos zugleich -, halbherzig begehrt und 'besitzt', erduldet er die Liebe der unschuldigen jungen Schauspielschulerin Iboly.- "e;Irgendetwas fehlt. Irgendetwas kriege ich von ihr nicht. So als hielte ich eine Muschel ans Ohr und sie wollte nicht rauschen - In meinem ganzen Leben habe ich von Frauen nur den Nachmittag bekommen, und wie oft hat sich auch der noch zerschlagen."e;Mihlys Eingehen auf die Liebe, die Frauen, das Leben, das Alter, die Armut, den Tod, das so flchtige Glck, ist betrend, klug und berhrend. - Darmstdter Jury: Buch des Monats 12/2008- Hrbuch-Bestenliste des Hessischen Rundfunks 02/2009 (Hrbuchfassung, gelesen von Dieter Wien)
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