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Gesundheitsausstellungen erlebten im Deutschen Reich der ersten Halfte des 20. Jahrhunderts eine wahre Boomphase. Sie waren die deutschen Versionen der Weltausstellung und zogen bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs ein Millionenpublikum an. Ziel ihrer Veranstalter war es, durch Wissensvermittlung und emotionale Ansprache das gesundheitsrelevante Verhalten der Bevolkerung zu beeinflussen. Dafur versammelten sie eine Vielzahl heterogener Akteure auf den Ausstellungen, deren Bezugspunkt die Gesundheit der deutschen Bevolkerung darstellte. Die Studie untersucht einerseits die Geschichte der Gesundheitsausstellung vom spaten Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus und beschreibt die Genese, Durchfuhrung und erstmals auch die transnationale Dimension dieser Groexpositionen. Andererseits zeigt sie, welchen Ordnungen der Korper auf den Ausstellungen unterworfen wurde und wie die unterschiedlichen Akteure durch den Bezug auf den Korper Fragen der gesellschaftlichen Inklusion oder Exklusion verhandelten. Damit leistet die Arbeit nicht nur einen Beitrag zur Geschichte der Wissenschaftspopularisierung um die Jahrhundertwende, sondern auch zur Korpergeschichte der ersten Halfte des 20. Jahrhunderts.
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