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Vor uber funfzig Jahren entwickelte die 68er-Bewegung erste Ansatze einer Kritik der modernen Lebensweise. Sie machte die Okologie und die Frauenfrage zu wichtigen politischen Themen. Kapitalismus, Imperialismus, Krieg, Wachstum und Fortschrittsmythos wurden infrage gestellt. Der Schweizer Autor Peter Mattmann-Allamand hat die 68er-Bewegung als politischer Aktivist von ihren Anfangen 1968 bis zu ihrem Ende in den 1990er Jahren miterlebt und mitgestaltet. Die Weltkonzerne konnten ihre Macht auf Kosten der lokalen Wirtschaft, Politik und Demokratie massiv ausbauen. Der Verrat der 68er an den eigenen Idealen hatte in den 1990er-Jahren das abrupte Ende der Bewegung zur Folge. Das Ja zum NATO-Krieg in Jugoslawien und das Ja zum EU-Binnenmarkt setzten sowohl der Friedensbewegung wie der ersten Umweltschutzbewegung ein Ende. Der Kurswechsel der 68er und Grnen ins Lager des Globalismus hat der Globalisierung den Weg geebnet. Der Globalismus propagiert einen unkologischen und autoritren Ausweg aus den aktuellen Problemen. "e;Klimaneutralitt"e; lautet sein Zauberwort, doch dabei werden nur die Energietrger ausgewechselt. Mit Vollgas geht die Fahrt in die bisherige, falsche Richtung weiter. Die als "e;Green Deal"e; getarnte Wachstumsstrategie bleibt unwidersprochen. Der Autor schlgt einen Richtungswechsel der Politik um 180 Grad vor: Deglobalisierung, d.h. Lokalisierung und Kleinrumigkeit, Regeneration des kosystems, qualitative Entwicklung statt quantitatives Wachstum, tendenzielle Dedigitalisierung, Dekommerzialisierung, Deindustrialisierung und Demotorisierung. Eine Politik der Deglobalisierung erfordert keinen revolutionren Gestus, nur Ideologiekritik und neue Bndnisstrategien. Erst wenn das vom Globalismus durch gezielte Links-Rechts-Polarisierung verhinderte antiglobalistische Bndnis zustande kommt, ffnet sich ein Ausweg. Das Buch richtet sich deshalb an besorgte BrgerInnen aller politischen Couleurs. Der von der Jugend wiedererweckten kobewegung wnscht der Autor, dass sie die Fehler der 68er nicht wiederholt, nicht zum Feigenblatt der globalistischen "e;grnen"e; Wachstumsstrategie verkommt und eine wirkliche kologische Wende einleitet.
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