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Dacia Maraini traumt von Pasolini, noch immer, fast funfzig Jahre nach seinem Tod. Ihre Traume rufen Erinnerungen wach, Erinnerungen, die Maraini mit ihrem unsterblichen Freund teilen mochte. Darum schreibt sie ihrem caro Pier Paolo Briefe, sehr personliche Briefe, in denen sie ihn fragt: Erinnerst du dich? Einfuhlsam, aber nie sentimental erzahlt Maraini von der Unruhe, die Pasolini beherrscht hat, von seiner Zerbrechlichkeit als Privatperson und seinem Furor als Kunstler. Aus zeitlicher Distanz liest sie noch einmal seine Gedichte, begibt sich auf eine Gedankenreise, die manchmal ins Ungewisse fuhrt. Daneben stehen sehr konkrete, sinnliche Erzahlungen von gemeinsamen, zum Teil abenteuerlichen Erlebnissen. Es sind vor allem Erinnerungen an Filmrecherchen in Afrika, beschwerliche Reisen, auf denen sie Maria Callas einmal begleitet hat. Unausloschlich sind fur Maraini auch die Erinnerungen an den gewaltsamen Tod ihres Freundes und an den Gefangnisbesuch bei Pino Pelosi, dem angeblichen Morder Pasolinis. Caro Pier Paolo ist das stille, faszinierende Portrt zweier groer Persnlichkeiten und ein Hohelied auf die Freundschaft.
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