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Fast vergessene Songs über die Liebe, von Fitzgerald bis Portishead. Auf Michael Schiefels neuestem Album dreht sich alles um die Liebe. Sehnsucht, Eifersucht, Einsamkeit und Wiederbeginn, all das findet sich in Schiefels Projekt "Gay" wieder. Im Trio mit Andreas Schmidt (Piano) und Christian Kögel (Gitarre) erzählt Schiefel Liebesgeschichten von Ella Fitzgerald bis Portishead. Über ein Jahr nahm sich Schiefel Zeit, jene zehn Titel zu finden, die seine Gefühle am besten treffen und mit denen er sich am wohlsten fühlt. Statt die üblichen Verdächtigen zu zitieren grub Schiefel aus Büchern und alten Platten fast vergessene Lieder aus. Als bekanntesten und mit Abstand jüngsten "Hit" setzte er Portisheads "Glory Box" in die Mitte des Albums. Das eher dunkle Stück bleibt als dramatischer Moment nicht allein, auch andere Werke loten eher verschattete Facetten des Verliebtseins aus. Die Karriere von Michael Schiefel begann Anfang der neunziger als professioneller Jazz-Sänger. Zwischen Projekten mit David Friedman, dem Thärichens Tentett und Jazz Indeed fand Schiefel Zeit, seine Solo-Alben "Invisible Loop" (1997) und "I Donżt Belong" (2000) aufzunehmen.
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